AUSSTELLUNGEN

Gupta - In Memoriam
02.10.2016 - 29.10.2016
Gupta - In Memoriam
Ajit Gupta (*1923 in Indien) kam 1958 nach Europa, wo er dann seit 1967 bis zu seinem Tod im Jahr 2001 in Berlin lebte.  Seine Kunst vereint  Elementares: In der Bewegung zeigt sich die Stille, während sich Kraft und Zartheit genauso gegenüber stehen, wie Wissen und Fühlen. Kampf und Kontemplation wie auch die Liebe mit ihrer Verletzlichkeit sind in Guptas Bildern dicht beieinander. 
Die Reichtümer zweier Kulturen beeinflussten seine Bilder, in der indischen liegen Ajit Guptas Wurzeln während die abendländische Kultur seinen späteren Lebensraum prägte. In der „Waschtechnik“, die sich der Künstler erarbeitet hatte, fand er das geeignete Mittel, um flüchtige Imaginationen  dauerhaft in Bildern festzuhalten. Bei dieser Technik werden transparente Farbschichten mehrfach überlagert. Durch einen langwierigen Prozess des Auftragens, Abwaschens und erneuten Auftrages scheinen die Werke von Ajit Gupta zu atmen!
 
Gerne werden Einflüsse von Joan Miro, Paul Klee und Marc Chagall in Guptas Bildern gesehen und sicherlich zeigten diese ihre Wirkung, dennoch gelang es Ajit Gupta daraus etwas ganz Eigenes zu kreieren, in dem asiatische Weisheit, indische Lebensart und europäische Stilelemente harmonieren. Trotz Farbexplosionen und einer reichhaltigen ungekannten Farbpalette bewahren sich seine Bilder eine gewisse Ruhe.
Gupta selbst sah den Höhepunkt seiner Malerei, in einer streng gebauten und kalkulierten Form und Farbigkeit liegen, die den Gegenstand zugunsten einer poesiedurchzogenen inneren Welt abstrahiert und dabei in andere Ordnungen überführt.
 
Der Künstler und Freund Dieter Tyspe (1937-1994) charakterisierte u.a. Guptas Arbeiten wie folgt: Zeichen können Bilder sein. Bilder können Sprache werden. Sprache und Zeichen verbergen oft Legenden … Ajit Guptas Motive, Farben und Gedanken beinhalten Geschichte und Kultur, Kindheit und Erfahrung, Vergängliches, Bewahrtes und Wiedergefundenes: Rot gleich Leidenschaft, Pfau und Frau und Mann und Tiger; einfaches Kreuz für Glück….
 
Die Ausstellung ist ein Querschnitt seiner Arbeiten von 1963–2000 in der seine Experimentierfreude mit verschiedenen Stilmitteln und Techniken (Öl/ Acryl, Zeichnung, Tusche, Aquarell (Waschtechnik), Gouache) genossen werden kann.
 

Hinweis: Am 18.10.2016, dem Todestag Guptas, liest um 18.00 Uhr Arif Naqvi, ein indischer Lyriker, eigene Gedichte in Urdu & Deutsch. 

Um Voranmeldung wird gebeten.
Galerie Berlin-Baku GmbH
Großgörschenstrasse 7, 10827 Berlin
Tel. +49 30 - 23 63 55 56
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ab 28.7.2018 geschlossen (Sommerpause)

Verkehrsverbindungen:
U-Bahn: U7 Kleistpark
S-Bahn: Yorckstraße
Bus: M48, M85, 106, 187, 204
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