AUSSTELLUNGEN

Passager
175 Jahre VBK
04.09.2016 - 24.09.2016
Ernst Leonhardt, Hans-Jürgen Gabriel, Kornelius Wilkens & Sabine Schneider
Passager
Der Verein Berliner Künstler (VBK) feiert dieses Jahr sein 175jähriges Jubiläum. Gegründet 1841 ist er ein Zusammenschluss professioneller bildender Künstler, später auch Künstlerinnen, der sich seither für die Präsenz der Berliner Künstler*innen im Kulturleben der Stadt einsetzt. Im Rahmen dieses Jubiläumsjahres mit zahlreichen Ausstellungsprojekten zeigen wir Arbeiten von vier Vorsitzenden des letzten Vierteljahrhunderts.
 
Ernst Leonhard (1. Vorsitzender von 1986–1992) arbeitet gern von innen nach außen. Er reflektiert gesellschaftliche Tendenzen, Ideen und vermeintliche Notwendigkeiten. Schlankheitswahn, Sonnenhunger aber auch Landschaftseindrücke und Alltagsszenen regen ihn an, oft mit einem Hauch von Ironie und Heiterkeit, besonders bei seinen Skulpturen. In den vergangenen 25 Jahren verdichtet sich seine Arbeit immer mehr auf Mensch und Umwelt.  In seinen Arbeiten halten sich Malerei und Bildhauerei die Waage, wobei seine Bilder in den letzten Jahren viel an Leuchtkraft und Farbigkeit gewonnen haben.

Hans-Jürgen Gabriel (1. Vorsitzender von 1992–1998) setzt sich mit den Zeit-Raum-Beziehungen und den Entfernungen, die aus ihren ursprünglichen Rollen geraten zu scheinen, den Rutsch in eine immer digitalere Welt, die auch neue Möglichkeiten eröffnet, auseinander. Mit seiner neokubistischen Methode greift er dieses Phänomen auf, verschiedene Dimensionen und Blickrichtungen werden gleichgeschaltet, neue Verknüpfungen ermöglicht. Tages-/  Jahreszeiten, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft werden zusammengebracht, liegen beieinander, übereinander, wobei Formen und Farbigkeit diese Brüche unterstreichen.

Kornelius Wilkens‘ (1. Vorsitzender von 1998–2005)  Bilder erscheinen wie im Vorbeilaufen eingesammelte Momentaufnahmen mit Figuren, die schattenhaft bleiben. Innen und Außen kann nur schwer getrennt werden. Die Stellungnahme, die Aussage ist nur eine Annahme. Das Subjekt ist im Bildlichen verborgen und kann gefunden werden. Die Bilder wollen in einen Dialog mit dem Betrachter treten, an dessen Ende nicht selten die Beschreibung einer Eigenschaft, eines Gefühls, eines existentiellen Moments steht, gewonnen aus der nach innen gewendeten Betrachtung von Zuständen der Außenwelt.

Sabine Schneider (1. Vorsitzende von 2007–heute) beschäftigt sich mit Spuren, Schnitten, Grenzen, Linien und Durchdringungen, arrangiert ein fragiles Gleichgewicht malerischer Kräfte. Landschaftliche Räume werden mit dynamischen Formen angedeutet, lassen malerische Spuren wie Akteure im freien Spiel tänzerische Choreographien  assoziieren. Es entsteht die Anmutung von Topographie und Bewegung von Massen. Gestisch wirkende Elemente sind eingebunden in einen vielfältig klingenden Farbraum mit differenzierten Formulierungen fein gestufter Farbigkeit. 
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ab 28.7.2018 geschlossen (Sommerpause)

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