AUSSTELLUNGEN

Aserbaidschan trifft Zentralasien in Berlin
Aserbaidschan - Kirgistan, Usbekistan, Tadschikistan
25.06.2017 - 29.07.2017
Rasim Huseynov, Samat Ishenbekov, Sayyora Muin, Kodir Rakhimov 
Aserbaidschan trifft Zentralasien in Berlin
Aserbaidschan
Rasim Huseynov malt mit feinsten Pinseln unter dem Vergrößerungsglas, ein echter Miniaturmaler. Seine Gemälde bezaubern durch ihre irreal-traumhaften Darstellungen, die in leuchtenden Farben und klaren Formen vor einem schwarzgrünen Hintergrund erscheinen, wie das Wasser, das die Welt umgibt. Und so faszinieren weltweit diese geheimnisvollen Gestalten, deren tieferer Sinn oder deren Geschichte sich aber nicht gleich offenbart: Fliegende, schwebende Mädchen und Fische, Mischwesen aus Frau & Pferd, Engel & Vogel. Die Arbeiten von Rasim sind intuitiv und besinnlich, sie sind klein, aber berühren große Themen.
 
Kirgistan
Samat Ishenbekovs Bilder entführen in die farbenfrohe Welt Kirgistans mit seinen nomadischen Wurzeln, der unberührten Natur und der gelebten Tradition. Alle seine Motive findet er in seiner Heimat und zeichnet sich durch seinen besonderen Blick auf die faszinierende Landschaft, seiner Liebe zum Detail bei der Darstellung kirgisischen Lebens und seiner Menschen aus. Zentralasiatische Muster finden oft Platz in seinen Werken. Samat schafft farbenreiche Fantasiewelten, die zum Verweilen und Miterleben einladen, und Emotionen, Freude, Ausgelassenheit, Hoffnung aber auch Nachdenklichkeit verströmen.
 
Usbekistan
Sayyora Muins Tuschearbeiten zeichnen sich besonders durch ihre Leichtigkeit und Filigranität aus. Das Schweben deutet auf Unfassbares, nicht Greifbares, Vergängliches und Zartes hin – wie Seifenblasen, die Träume umschliessen. Diese neue Serie zeigt sehr persönliche Bilder ohne jedoch an dieser Leichtigkeit zu verlieren. Es geht wie so oft in ihren Bildern um das „sich selbst finden“. Es werden Kindheitserinnerungen und Sehnsüchte verarbeitet. In ihren Spiegelbildern stellt sie Asien und Europa einander gegenüber und zeigt somit die verschiedenen Einflüsse, die jedoch auch etwas Verbindendes haben.
 
Tadschikistan
Kodir Rakhmanovs Werke greifen tief in die Traditionen der tadschikischen Malerschule. Von dieser Schule ausgehend entwickelte Kodir einen eigenständigen, unverkennbaren Stil, der sowohl Elemente der traditionellen orientalischen Miniatur als auch Aspekte der modernen westlichen Kunst verbindet. Kodir möchte mit seinen Werken dem Betrachter*in auf moderne Art und Weise mit der Kultur des tadschikischen Volkes vertraut machen, die alte Geschichte dieser Menschen und ihr Bestreben nach einer neuen Zukunft durch wundersame und farbenfrohe Bilder darstellen.
 
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